1.Tag: Wien/Linz/Salzburg/Graz/Innsbruck/München - Frankfurt – Seoul. Am frühen Nachmittag Zuflüge nach Frankfurt. Gegen 18.00 Uhr Flug mit Lufthansa nach Seoul.
2.Tag: Seoul. Ankunft am Flughafen von Incheon gegen Mittag . Am Nachmittag besichtigen wir in Seoul den Changdeok-Palast. Heute UNESCO-Weltkulturerbe, war er lange Zeit Hauptresidenz der koreanischen Herrscher. Vorbei an der Thronhalle und anderen Gebäuden kommen wir zum „Geheimen Garten" Huwon, einer 32 ha großen Anlage, die ursprünglich nur den Königen zugänglich war. Anschließend Transfer zum Hotel.
3.Tag: Seoul – Demilitarisierte Zone - Seoul. Am Vormittag fahren wir von Seoul nordwärts zur demilitairisierten Zone zwischen den beiden koreanischen Staaten. Zu den Besichtigungspunkten im Rahmen des Ausflugs zählen u.a. das Dora-Observatorium (bei gutem Wetter Blick bis zu Nordkoreas zweitwichtigster Stadt Kaesong) und der „dritte“ Tunnel, ein 1978 entdeckter Gang, durch den die nordkoreanische Armee in den Süden eindringen wollte. (Sollte dieser Ausflug aus politischen Gründen nicht möglich sein, wird stattdessen die historisch bedeutsame Insel Ganghwa bei Seoul besucht.) Zurück in Seoul besichtigen wir den königlichen Ahnenschrein Jongmyo, ebenfalls ein UNESCO-Weltkulturerbe. Sollte noch Zeit bleiben, wollen wir den Markt beim Dongdaemun, dem Osttor aus 14. Jh., besuchen.
4.Tag: Seoul – Songnisan-Nationalpark – Haein-Tempel. Heute geht es von Seoul südwärts. Im Beopju-Tempel, der im reizvollen Sognisan-Nationalpark liegt, beeindrucken uns vor allem die zentrale fünfstufige Holzpagode von 1624 und ein 33 m hoher moderner Maitreya, ein Zukunftsbuddha. Anschließen Fahrt in den Gayasan-Nationalpark mit dem Haein-Tempel, wo wir ein vegetarisches Abendessen einnehmen und im Tempelgelände auch zünftig übernachten. Die Übernachtung in koreanischen Tempeln findet in nach Geschlechtern getrennten Gemeinschaftsräumen (Ondol) statt. Man schläft traditionell auf Matten, westliche Betten gibt es nicht.
5.Tag: Haein-Tempel - Busan. Nach einer (fakultativen) Teilnahme an der Morgenandacht der buddhistischen Mönche Besichtigung der wohl bedeutendsten Tempelanlage Südkoreas, die von der UNESCO gleichfalls in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. Im Tempel befindet sich mit der Tripitaka Koreana die wichtigste historische Sammlung buddhistischer Schriften weltweit. 80.000 Druckstöcke aus Holz bewahren diesen unvergleichlichen kulturellen Schatz. Nachmittag genießen wir in Busan zunächst den Blick über die Stadt vom Busan-Tower, ehe wir den quirligen Jalgachi-Fischmarkt sowie den UN-Gedenkfriedhof aufsuchen , ein trauriges Denkmal der Geschichte dieses geteilten Landes.
6.Tag: Busan - Gyeongju. Fahrt in Koreas alte Hauptstadt Gyeongju. Unterwegs erkunden wir noch den Tongdo-Tempel, einen der größten des Landes. In Gyeongju erwarten uns weitere kulturelle Höhepunkte der Reise. Die Hauptstadt des Silla-Reiches war schon im 7. Jahrhundert eine blühende Metropole mit angeblich einer Million Einwohnern, und eine Vielzahl von einzigartigen Denkmälern erinnert heute noch an diese große Zeit der Stadt. Wir sehen die Königsgrabhügel im Tumuli-Park und das Observatorium Cheongsongdae aus dem 7. Jahrhundert, zudem besuchen wir den ehemaligen Lustgarten Anapji und den traditionellen Seongdong-Markt.
7.Tag: Gyeongju. Gyeongju gilt wegen der Fülle seiner kunsthistorisch wertvollen Monumente als "Museum ohne Mauern": Wir besuchen die Seokguram-Grotte mit einem weltentrückten Buddha, die ebenso aus der Mitte des 8. Jh. stammt wie der Bulguk-Tempel, den bekannteste Koreas, mit dem zusammen sie UNESCO-Weltkulturerbe ist. Ferner wollen wir das Grab Gwaereung des 38. Silla-Königs aus etwa derselben Zeit sehen, und selbstverständlich darf in unserem Programm auch eine ausführliche Besichtigung des Nationalmuseums nicht fehlen.
8.Tag: Gyeongju – Andong - Gangneung. Nördlich von Gyeongju und unweit von Andong befindet sich das unter Denkmalschutz stehende Dorf Hahoe. Mit typischen strohgedeckten Bauernhäusern und den noblen Yangban-Residenzen der lokalen Oberschicht mutet die am Naktong gelegene Siedlung an wie aus dem Bilderbuch. Auf der Weiterfahrt besichtigen wir die konfuzianische Akademie Dosanseowon, eine Gelehrtenstätte aus dem 16. Jh., ehe wir nahe der Ostmeerküste in Gangneung übernachten.
9.Tag: Gangneung – Seoraksan-Nationalpark - Sokcho. Weiter geht es die Küste entlang in den Nordosten Südkoreas, zum Seoraksan-Nationalpark. Seoraksan ist eines der schönsten Gebirge der koreanischen Halbinsel, eine Wunderwelt aus bizarren Felsen und herrlichen Wäldern. Eine Seilbahn bringt uns zu einem bezaubernden Aussichtspunkt, und im Tal besuchen wir den Sinheung-Tempel, dessen Wurzeln ins 7. Jh. zurückreichen.
10.Tag: Sokcho – Königsgräber von Hongneung - Seoul. Rückfahrt nach Seoul. Bevor wir die Hauptstadt erreichen, halten wir bei den interessanten Königsgräbern von Hongneung, die nach deutlich chinesischem Vorbild angelegt wurden und die ebenfalls als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurden. In Seoul sehen wir u.a. den Gyeongbok-Palast, der von 1392 bis 1910 der zentrale Königspalast der Joseon-Dynastie war und heute das sehenswerte National Folk Museum beherbergt. Abschließend fahren wir auf den Namsan, den Südberg, und genießen vom Seoul-Tower aus den Blick über den gigantischen Ballungsraum, der mit 23 Millionen Einwohnern ist der nach Tokyo offiziell der zweitgrößte der Welt ist!
11.Tag: Seoul – München - Wien. Am Vormittag Transfer zum Flughafen Incheon. Mittags Rückflug nach München und Wien, wo wir am Abend ankommen.
RL: Dr. Gerhard Oberzill