1. Tag: Wien/Linz/Salzburg/Graz/Innsbruck/München/Berlin - Frankfurt - Calcutta. Zuflüge am Morgen nach Frankfurt. Flug mit Lufthansa um 11.45 Uhr nach Calcutta/Kolkata. Ankunft nach Mitternacht - Transfer zum Hotel.
2. Tag: Calcutta/Kolkata - Bagdogra - Phuntsholing. Am Morgen geht es nach einer kurzen informativen Stadtrundfahrt zum Flughafen - Flug um 12.20 Uhr nach Bagdogra, das man um 13.20 Uhr erreicht. In rascher Fahrt (ca. 5 Std.) geht es am Nachmittag in die lebhafte Grenzstadt Phuntsholing, die gerne als 'Tor zu Bhutan' bezeichnet wird. Zum Handel treffen sich auf den regen Märkten die indischen und bhutanesischen Kaufleute.
3. Tag: Phuntsholing - Thimpu. Am Morgen ca. 5-stündige Fahrt nach Thimpu, die geschäftige Hauptstadt am Fluss Wangchu. Bei einer Stadtrundfahrt am Nachmittag lernen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Thimpu kennen, u.a. den Memorial Chorten und die Nationalbibliothek. Sehenswert ist auch die traditionelle Malschule, in der die traditionelle bhutanesische Malerei und die Herstellung von Thangkas gelehrt werden.
4. Tag: Thimpu - Punakha - Wangdiphodrang. Fahrt über den 3050 m hohen spektakulären Dochula Pass nach Punakha, die alte Hauptstadt von Bhutan und Winterresidenz des Je Khenpo. An einem klaren Tag erleben wir einen großartigen Panoramablick über den östlichen Himalaya mit einigen 7000ern, die das Tal beherrschen. Punakha war strategisch günstig am Zusammenfluss zweier Flüsse erbaut worden, liegt auf 1330 m und gilt als der Obstgarten West-Bhutans. Am Nachmittag besuchen wir die eindrucksvolle Klosteranlage von Punakha und, nicht weit entfernt am Zusammenfluss des Sunkosh und Tangmachu, das Kloster Wangdiphodrang, das 1647 errichtet wurde.
5. Tag: Wangdiphodrang - Gangtey-Kloster - Phobjikha Tal. Weiterfahrt ins Phobjikha-Tal, dem Überwinterungsort der seltenen Schwarzhalskraniche aus Tibet: ein Großteil des Tales sind Feuchtgebiete, von kleinen Bächen und Teichen durchsetzt, an deren Ufer Zwergbambus gedeiht, aber auch große Kartoffelfelder - nach den vielen Obstgärten ein deutlicher Unterschied. Besichtigung des herrlichen Gangtey-Klosters, der einzige Nyingmapa (‘Rotmützen’) Tempel in West-Bhutan. Übernachtung in Phobjikha.
6. Tag: Phobjikha Tal - Thimpu. Nach weiteren Erkundungen in und um Phobjikha fahren wir zurück nach Thimpu (ca. 4 Stunden Fahrt). Am Nachmittag besuchen wir das Semtokha Dzong - das 1627 erbaute älteste Kloster des Landes beherbergt die Schule für buddhistische Lehren. Im Tashichho Dzong befindet sich der Sitz des Königs (der jüngste König der Welt, der erst im November 2008 gekrönt wurde), der Regierung und des Großabtes (Je Khenpo). Mit einer Fläche von mehr als 10.000 qm wird der Dzong häufig als das größte Holzbauwerk Asiens bezeichnet. In ihm befinden sich der Thronraum des Königs und die Sommerresidenz der Mönchsgemeinde.
7. Tag: Thimpu - Paro. Am Morgen geht es weiter nach Paro, das inmitten des Paro-Tals mit den fruchtbarsten Feldern des Landes liegt. Trotz der Bedeutung des Ortes beeindruckt er mit seiner Stille und Friedfertigkeit. Am Abend haben wir die Möglichkeit zu einem ersten Besuch des Paro Festes.
8. - 9. Tag: Paro: Paro Tsechu und Taktsang/‘Tigernest’. Die nächsten zwei Tage stehen im Zeichen des Paro Tsechu, dem größten bhutanesischen Klosterfest - Tänzer in kostbaren und farbenprächtigen Kostümen mit teils dämonischen Masken führen religiöse Tänze auf - u.a. zur Erinnerung an den ‘Lotus-Geborenen’ Padmasambhava. Ursprung dieser Klosterfeste, die im gesamten Himalaya-Raum verbreitet sind, finden wir in vorbuddhistischer Zeit in einer Feier, in welcher der Frühling mit seiner Fruchtbarkeit über die dunklen Mächte des Winters triumphierte. Da die Feierlichkeiten meist nur morgens oder abends stattfinden, steht uns die restliche Zeit für Besichtigungen in und um Paro zur Verfügung. U.a. besuchen wir den Tempelkomplex Kyichu Lakhang (7. Jh.), gegründet vom tibetischen König Srongsen Gampo, vielleicht das älteste Kloster Bhutans mit außergewöhnlich schönen Figuren. Ein Ausflug führt uns zum Kloster Taktsang, das ein besonderes Heiligtum der Bhutanesen ist. Die Legende erzählt, dass Guru Rinpoche, der Gründer des bhutanesischen Zweigs des Mahayana-Buddhismus, vor mehr als 1000 Jahren auf dem Rücken einer fliegenden Tigerin ins Tal von Paro kam. Drei Monate lang soll er in einer Höhle meditiert haben, um die später ein Kloster gebaut wurde. Das Kloster Taktsang (‘Tigernest’) gehört zu den heiligsten Pilgerstätten Bhutans, doch leider wurde es 1998 durch ein Feuer weitgehend zerstört. Die Meditationshöhle blieb allerdings unversehrt; auch das Kloster wurde nach altem Vorbild rekonstruiert. Eine schweißtreibende, ca. 1-stündige anstrengende Wanderung führt uns zum Aussichtspunkt auf das Kloster, eine weitere Stunde zum Kloster.
10. Tag: Paro - Phuntsholing. Eine etwas längere Fahrt (ca. 7-8 Stunden) führt uns in die lebhafte Grenzstadt Phuntsholing, die gerne als 'Tor zu Bhutan' bezeichnet wird. Zum Handel treffen sich auf den regen Märkten die indischen und bhutanesischen Kaufleute. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.